Geschichte

Hochbrunn sollte ursprünglich auf Kitzbüheler Grund ca. 200 Meter oberhalb der Streiteckalm in der Senke gebaut werden. Die Gemeinde Kitzbühel hat das nötige Grundstück nicht verkauft, somit hat die Erbauerin, Frau Antretter aus Kufstein, mit den Bauern der Brunnalm verhandelt und das Haus direkt neben der Streiteckalm wenige Meter jenseits der Kitzbüheler Gemeindegrenze auf Kirchberger Grund gebaut.

Das Sporthotel Hochbrunn wurde 1929 eröffnet, im gleichen Jahr wie die Hahnenkammbahn. Die Vorbereitungen zum Bau dauerten an die 2 Jahre, da die Baustoffe vor Ort aufbereitet werden mussten. Der Sand wurde aus dem Bach gewonnen und auf dem Baugrund gesammelt. Zur Gewinnung der Steine wurde eine Materialseilbahn zur Brunnalm gelegt (es besteht ein im Grundbuch bis heute gültiges eingetragenes Schürfrecht) und die Steine gebrochen und auf dem Baugrund gestapelt. Dann wurden Bäume im Gebiet des Hahnenkamm geschlägert und mittels einer Wandersäge mühsam über die alte Kaaser mittels Ochsengespann herauftransportiert. Erst nachdem alle Baumaterialien vorbereitet worden waren, konnte der Bau beginnen. 1931 oder 32 wurde das Haus verkauft.

Im Oktober 1935 hat Herr Ferdinand Seppi, der Onkel des heutigen Seniorchefs Rudolf Seppi, das Haus bei einer gerichtlichen Versteigerung erstanden. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Familie Seppi (die Brüder Ferdinand und Lorenz) ausschließlich in Meran ansässig und haben dort das Hotel Quisisana und das Reisebüro Hapag betrieben. Die Familie hat bis 1939 beide Betriebsstandorte weiter betrieben.

Durch die politischen Umstände hat die gesamte Familie Seppi für Österreich optiert und sich in Velden am Wörthersee und in Kitzbühel Hahnenkamm etabliert.

Ferdinand Seppi hat Hochbrunn bis 1960 betrieben, ist dann in Pension gegangen und hat den Betrieb an seinen Neffen Rudolf Seppi verpachtet.

Der einzige Sohn des F. Seppi wurde bei Kriegsende im Mai 1945 als 17jähriger von jugoslawischen Partisanen erschossen.

Von 1960 bis 1986 wurden die beiden Betriebe in Velden und Kitzbühel von Rudolf Seppi und seiner Schwester Wanda Englinger geführt.

1981 ist das Sporthotel Hochbrunn einem Brand zum Opfer gefallen und wurde nach einem „Erbfolgekrieg“ fünf Jahre später in seiner heutigen Form wiedererrichtet. Während dieser Zeit wurde ein Notbetrieb im Almhaus eingerichtet und unter sehr beengten Verhältnissen durchgehalten.

Nach 26 sehr erfolgreichen Jahren unter der Führung der Familie Seppi wird nun Hochbrunn an die Nichte der Frau Brigitte Seppi, Frau Claudia Stürzlinger und Partner, Herrn Andreas Langeder, verpachtet. Die nächste Generation kommt zum Zug, bringt junge Ideen, ein neues Ambiente und ein neues gastronomisches Angebot ein.

Somit bleibt Hochbrunn, wie schon in den Jahrzehnten vorher, im Familienbesitz und steht einer weiteren erfolgreichen Zeit nichts im Wege.